Lehre/ Berufsschule

Die Lehrausbildung wird auch als "duale Ausbildung" bezeichnet. Die Jugendlichen werden parallel in einer Berufsschule und in einem Ausbildungsbetrieb gezielt auf ihren Beruf vorbereitet.
Einerseits ermöglicht dieser Ausbildungsweg vielen Jugendlichen, deren Interessen mit einer reinen Schulausbildung nicht entsprochen werden kann, einen schulischen Abschluss (Sekundarstufe II), auf der anderen Seite verfügen sie nach der Lehre über eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Zurzeit gibt es etwa 240 Lehrberufe, deren Ausbildungsdauer zwischen zwei und vier Jahre beträgt. Jede/r, die/der die allgemeine Schulpflicht erfüllt hat, kann eine Lehre absolvieren, wobei die Lehrzeit auch verkürzt werden kann, wenn beispielsweise zuvor die Matura gemacht wurde. Die parallele Ausbildung in mehreren Lehrberufen ist ebenfalls möglich.

Der Hauptteil der Lehre ist die betriebliche Ausbildung. Dabei wird zwischen dem Lehrling und dem Unternehmen (Lehrberechtigten) ein Lehrvertrag abgeschlossen. Somit ist der Lehrling kranken-, unfall-, pensions- und arbeitslosenversichert. Am Ende der Lehre legt der Lehrling eine Lehrabschlussprüfung ab, die ihn zur Meisterprüfung berechtigt und zur Befähigungsprüfung nach dem Gewerberecht zulässt. Sie ermöglicht außerdem die Ablegung der Berufsreifeprüfung.

Die Berufsschule ergänzt die betriebliche Lehrausbildung und soll fachtheoretisches- und allgemeines Wissen vermitteln. Je nach Lehrberuf sind Berufsschulen unterschiedlich strukturiert und organisiert:

  • Als ganzjährige Berufsschule mit mindestens einem vollen oder zwei halben Schultagen pro Woche
  • Als lehrgangsmäßige Berufsschule mit einem durchgehenden Unterricht von mindestens acht Wochen
  • Als saisonmäßige Berufsschule mit einem auf eine bestimmte Jahreszeit zusammengezogenen Unterricht


Übersicht

 

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