Berufsbildende Schulen

Berufsbildende mittlere Schulen (BMS) erweitern und vertiefen die Allgemeinbildung und vermitteln zusätzlich noch die Grundlage zu den Berufen des jeweiligen Fachgebiets. Berufsbildende mittlere Schulen dauern ein bis vier Jahre.

Berufsbildende höhere Schulen (BHS)
vermitteln in fünf Jahren neben einer fundierten Allgemeinbildung die volle Ausbildung zu Berufen des jeweiligen Fachgebiets. Abgeschlossen wird eine berufsbildende höhere Schule mit der Matura.

Berufe nach Abschluss der BMS/BHS:

Die umfassende Datenbank aller berufsbildenden Schulen Österreichs informiert dich über Ausbildungsangebot, Aufnahmebedingungen und Standorte.
Die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sind geprägt durch eine große Vielfalt an Fachrichtungen in den Hauptbereichen:

Handelsakademien und Handelsschulen
Die kaufmännischen mittleren und höheren Schulen führen zwei Hauptformen: Die Handelsakademie (5-jährig) und die Handelsschule (3-jährig). Schwerpunkt ist der kaufmännisch-wirtschaftliche Bereich. Ziel der Handelsakademie ist die Vermittlung einer umfassenden Allgemeinbildung und einer kaufmännischen Bildung. Absolventen können sowohl gehobene Berufe in Wirtschaft und Verwaltung ausüben, als auch nach der Matura eine Hochschule, Universität, Akademie oder Fachhochschule besuchen.

SchülerInnen der Handelsakademie können im betriebswirtschaftlichen Bereich einen Schwerpunkt wie zum Beispiel "Marketing und internationale Geschäftstätigkeit", "Controlling und Jahresabschluss" oder "Ökologisch orientierte Unternehmensführung" setzen. Eine tiefergreifende Spezialisierung ist darüber hinaus möglich, indem man eine der im Schulversuch geführten Fachrichtungen wählt. Dazu zählen beispielsweise die Fachrichtungen "Wirtschaftsinformatik-Digital Business" oder "Informationsmanagement und Informationstechnologie". An bestimmten Schulen werden außerdem "Laptop-Klassen" geführt, in denen der Laptop ein wesentliches Arbeitsmittel der SchülerInnen darstellt.

Schlüsselqualifikationen wie Eigeninitiative, Erfassen von Zusammenhängen, Sprachliche Kompetenz oder Unternehmerisches Denken und Handeln werden in eigens dafür eingerichteten Sonderräumen (Betriebswirtschaftliche Zentren, Kompetenzzentren etc.) unterrichtet.

Das Prinzip "learning by doing" wird sowohl an Handelsakademien als auch an Handelsschulen groß geschrieben. In Übungsfirmen lernen die SchülerInnen nicht nur die Arbeitsanforderungen der verschiedenen Abteilungen eines Betriebs kennen, sondern führen wie in einem realen Betrieb alle in der Praxis anfallenden Geschäftsfälle durch.

Technische, gewerbliche und kunstgewerbliche Schulen
Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten vermitteln eine höhere allgemeine- und fachliche Bildung auf dem technisch-gewerblichen Gebiet der industriellen und gewerblichen Wirtschaft.

Höhere technische Lehranstalten werden in gewerblichen und kunstgewerblichen Fachrichtungen, sowie Bautechnik, Holztechnik, Chemie, Lebensmitteltechnologie, Elektrotechnik, Elektronik, EDV und Organisation, Informationstechnologie, Maschinenbau, Mechatronik, Medientechnik, Werkstoffingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen angeboten. Die Ausbildung dauert fünf Jahre und ist mit etwa 39 Wochenstunden sehr intensiv. Eine HTL wird mit der Matura abgeschlossen und nach drei Jahren beruflicher Praxis darf ein HTL-Absolvent den Titel "Ingenieur" führen.

Gewerbliche, technische und kunstgewerbliche Fachschulen dauern drei bis vier Jahre und sollen den Schülerinnen und Schülern fachliches Grundwissen und Können auf dem jeweiligen Gebiet vermitteln. Fachschul-Absolventinnen und Absolventen werden als FacharbeiterIn bezeichnet und sind das meist auf mehreren Gebieten. In Fachschulen wird nicht nur fachliches Können geschult, sondern auch das "Know-How" vermittelt, um eine leitende Position in einem Betrieb übernehmen zu können. Nach zweijähriger Praxis werden FacharbeiterInnen zur Meisterprüfung zugelassen. Im Anschluss an die Fachschule sind aber auch Aufbaulehrgänge oder eine weiterführende Ausbildung und Matura an einer HTL möglich. Nach dem 20. Lebensjahr berechtigt der Abschluss einer Fachschule auch zur Studienberechtigungsprüfung, die wiederum den Besuch einer Hochschule, Universität, Fachhochschule oder eines Kollegs ermöglicht.


Humanberufliche Schulen
Zu den humanberuflichen Schulen gehören: Schulen für wirtschaftliche Berufe, für Tourismus, für Mode und Bekleidungstechnik, Schulen des Sozialbereiches sowie die Sozialakademie.

Alle Schulen - außer der Schule für Sozialberufe - gibt es als mittlere und höhere Lehranstalten, wobei Fachschulen drei Jahre dauern und mit einer Abschlussprüfung enden, und höhere Lehranstalten nach fünf Jahren mit der Reife- und Diplomprüfung abschließen. Aufbaulehrgänge bieten Absolventinnen und Absolventen einer Fachschule die Möglichkeit, ebenso ihre Reife- und Diplomprüfung abzulegen.

Höhere land- und forstwirtschaftliche Schulen
Höhere land- und forstwirtschaftliche Lehranstalten vermitteln das "Know-How", um leitende und gehobene Tätigkeiten in land- und forstwirtschaftlichen Berufen ausüben zu können. Nach drei Jahren Berufserfahrung hat ein/e AbsolventIn einer Höheren land- und forstwirtschaftlichen Schule Anspruch auf den Titel "IngenieurIn". Allen Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten ist ein Internat angeschlossen.

Regelform
In der 5-jährigen Regelform werden neun Fachrichtungen angeboten:

  • Allgemeine Landwirtschaft
  • Alpenländische Landwirtschaft
  • Wein - und Obstbau
  • Gartenbau - Garten- und Landschaftsgestaltung
  • Gartenbau - Erwerbsgartenbau
  • Landtechnik
  • Forstwirtschaft
  • Land- und Ernährungswirtschaft
  • Milchwirtschaft und Lebensmitteltechnologie

Sonderformen
Die 4-jährige Sonderform wird in einer Fachrichtung angeboten:

  • Land- und Ernährungswirtschaft

Diese Sonderform der höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalt ist für Menschen gedacht, die bereits mindestens zwei Jahre in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren und parallel dazu eine Berufsschule besucht haben. Außerdem dürfen SchülerInnen, die zwei Stufen einer mehrjährigen land- und forstwirtschaftlichen Fachschule nachweisen können, in die 4-jährige Sonderform wechseln.

In der 3-jährigen Sonderform werden zwei Fachrichtungen (sowie eine dritte im Schulversuch) angeboten:

  • Allgemeine Landwirtschaft
  • Alpenländische Landwirtschaft
  • Land- und Ernährungswirtschaft (Schulversuch)

Voraussetzung für diese Sonderform ist die Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht und der Abschluss an einer mindestens dreijährigen Fachschule für Land- und Forstwirtschaft.

Übersicht

 

Ausbildung:

Grundschule
Hauptschule
Polytechnischer Lehrgang
Lehre/Berufsschule
BBS
AHS
Hochschulen

Weiterbildung

Seminare